Women Business Tag

von | 14. Mai 2019

Ein bisschen atemlos starten wir, Margit, Past-Präsi­dentin BPW Vorarl­berg und ich, Barbara, die derzei­tige Präsi­dentin unseres Clubs am 14. Mai.

Unser Ziel: Der Women Business Tag im benach­barten Fürstentum.

Leicht verspätet treffen wir ein; und geben uns vom Tag noch eine Prise Erfolg dazu. Wir haben zusätz­lich den Workshop „Erfolg­reich Netzwerken“ gebucht – frau lernt Frau beim Netzwerken kennen und auch noch was dazu….

Ein gutge­launter Regie­rungsrat Mauro Pedrazzini begrüsst gewitzt. Darüber, wie erfreut er sei, so viele Frauen, nicht nur an diesem Tag, in einem Raum, sondern immer mehr auf Gemeinde und Regie­rungs­ebene, sogar im Fürstentum zu sehen. Was Frauen können und sollten. Er macht das gut, eloquent, charmant, glaub­würdig.

Danach die öster­rei­chi­sche Kollegin, Bundes­mi­nis­terin Juliane Bogner-Strauss. Sie weist darauf hin, wo wir in Öster­reich den “Frauen-Fokus „haben, wie das bei uns läuft: lange Karenz­zeiten, viel Teilzeit, spricht von der leidigen Verein­bar­keit und den Vorbil­dern, welche die Frauen immer noch brauchen. Sie steht dann auch direkt nach Ihren Eröff­nungs­worten am Runden Tisch und gibt Antworten darauf, was vielleicht mal gut für die Frauen wäre.

Monika Schärer, die quirlige, echte, starke, engagierte Modera­torin ist bestens vorbe­reitet und führt mit Witz, Charme, sehr guten Fragen und mit einem übersprin­genden Funken leicht durch das Programm. Sie kündigt an und bittet auch zu Inter­views. Ohne Eitel­keiten. Gekonnt. Lebendig. Relevant.

Managerin Monika Walser ist die erste Frau auf der Bühne nach dem offizi­ellen Begrüs­sungs- und Plauder­teil. Monika Walser? Eine bemer­kens­werte Frau. Klar, unprä­ten­tiös, knapp und doch ausführ­lich genug spricht sie Klartext. 2014 übernahm sie den exklu­siven Schweizer Möbel­her­steller „de Sede“, als der in seiner tiefsten Krise steckte. Es klingt wie eine Abenteu­er­ge­schichte, die, der Göttin sei Dank, mit Hilfe dieser Frau, ihren Ideen, ihrem Respekt, ihrer Visionen und harter Arbeit, märchen­haft ausgeht.

Mode-Designerin Lena Hoschek, Öster­rei­cherin, Grazerin. Eine Designerin, die erst, wenn sie echte und edle Stoffe in der Hand hält, richtig kreativ wird. Die Unerschro­ckene, die inter­na­tional erfolg­reiche Frau, steht wie auf ihrer persön­li­chen Bühne. Zum Anfassen gut und, mit Sturm und Drang, phantas­tisch. Weibliche Formen und junge, neu inter­pre­tierte Folklore, phantas­ti­sche Stoffe, gute Schnitte, ihre berühmten „Bänder­röcke“ …. Sie führt uns durch ihr Universum. In Berlin und Anderswo, vielleicht auch bald in Japan wird ihr Mode-Tempe­ra­ment sehr geschätzt. Sie plaudert und es ist eine Freude, ihr zuzuhören. Wir hören von den Anfängen in Graz bis zu ihren Visionen und auch, dass sie eigent­lich gar nicht über Feminismus reden möchte; schliess­lich sei doch alles klar, denn Geschlecht soll keine Rolle spielen.

Coach Petra Bock, auch in Öster­reich schon sehr bekannt, macht ein Live-Coaching. Es befinden sich, geschätzt, 400 Personen, zu 95% Frauen im Vaduzer Saal. Sie spricht an, was seit einiger Zeit ganz modern geworden ist: Mindset. Sie hat das Gegen­teil unter­sucht und ein neues Buch dazu heraus­ge­bracht: Mindfuck. Ein Papier-Meter­band liegt auf den Stühlen, als wir nach der Pause erneut Platz nehmen. Unter ihrer Anlei­tung reissen wir Zenti­me­ter­weise das Band, heisst unser Leben, kürzer und kürzer. Aha, ja so ist es. Von der “Papier“-Lebenszeit bleiben jetzt vielleicht noch ein paar Papier­zen­ti­meter übrig. Zeit also, die ohne schlechtes Gewissen, ohne negative Glaubens­sätze, ohne Blockaden verbracht werden sollte.

Sie gibt Beispiele, woher Blockaden kommen und was das auf Dauer auslöst. Wer im Hamsterrad lebt, wer falsche, fremde Ziele setzt, wer anderen gefallen will, wer in starren Rollen bleibt, wer sein Licht unter den Scheffel stellt, sabotiert sich selbst, bleibt einfach hinter seinen Poten­tialen weit zurück und wird unglück­lich, krank dazu. Frauen seien beson­ders gefährdet.

Orange­fun­kelndes Glas. Es glitzert von der Bühne, bis in die hinterste Reihe. Ein geschlif­fenes Raubtier, vielleicht Tiger oder Gepard, ist die Swarowski-Trophäe, die zum 3. Mal übereicht wird.

Natalie Epp, Geschäfts­lei­tungs­mit­glied der Liech­ten­stei­ni­schen Landes­bank, sie spricht zu Beginn auch ihre Begrüs­sungs­worte, ist Jurymit­glied für den

Businesstag-Award 2019“.

Wer bekommt ihn verliehen, diesen wichtigen und übrigens sehr sehr schönen Preis?

Natalie Epp spricht ihre Laudatio für die Preis­trä­gerin des dritten Businesstag-Awards: Daniela Meier — Geschäfts­füh­rerin des Vereins Kinder­ta­ges­stätten Liech­ten­stein. Mit ihrer Tochter betritt sie die Bühne. Sie ist gerührt und sagt, „ich habe es verdient!“ Für diesen Satz bekommt sie von mir noch einmal, hier am Schreib­tisch, einen Extra- Applaus. Bravo!

Gabriela Manser, CEO von Goba AG, Preis­trä­gerin des Jahres 2018, berichtet über die Wirkung dieses Preises – für ihre Mitar­bei­te­rinnen und Mitar­beiter, sie selbst. Und was sie für das Selbst­bild von Frauen in der Geschäfts­welt bedeutet.

Die Werden­berger Bäuerinnen hatten ein köstli­ches Buffet von Süss bis Deftig vorbe­reitet. Vernetzen mit Häppchen? Einfach Klasse. Mit BPW Clubfrauen kamen wir ins Gespräch. So ein Nachmittag, mit diesen Frauen auf der Bühne, inspi­riert. Eigene Ideen spudelten, u.a. für ein besseres und regel­mäs­siges Netzwerken zwischen den Clubs. Ein Gewinn­spiel und eine üppig gefüllte Goodiesbag sind weitere Schätze, die wir mitge­nommen haben.

Was bleibt? Für mich ganz klar: Frauen, lasst euch keines­falls aufhalten. Macht einfach.