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Frauen-Info-Fest 2019

8. März 2019

Inter­na­tio­naler Frauentag im Landhaus Bregenz

Wir waren da! 
Es waren fast alle da!

Zwischen „Frau in der Wirtschaft“, Bifo-Beratung, AK Büro für Familien und Frauen­fragen und Mimosa, Frauen­verein für Bildung und Kultur, ifs Gewalt­schutz­stelle, insge­samt 25 Inter­es­sens­ver­tre­tungen für Frauen, waren wir im Foyer des Landhauses.

Ursula Kremmel führte durch den Nachmittag, der mit Landes­rätin Katha­rina Wiesfle­cker und Tanja Kopf vom Frauen­re­ferat im Inter­view um 15h eröffnet wurde.

Wir haben uns anspre­chen lassen und wir haben aktiv angespro­chen.

Inter­na­tio­naler Frauentag bedeu­tete für die Frauen dort, egal als Vertre­te­rinnen oder Besuche­rinnen – wir haben sehr viel vor uns und Rückschritte sind schon spürbar.

Seit dem schwer erkämpften Frauen­wahl­recht vor 100 Jahren können wir selbst­ver­ständ­lich heute frei wählen, vieles andere hängt in der Schwebe, wird disku­tiert, kriti­siert, nicht erwähnt, unter den Tisch gekehrt, abgewertet, banali­siert und im Sinne von Selbst­be­stim­mung für Leib & Leben einer Frau im 21. Jahrhun­dert zu wenig umgesetzt oder sukzes­sive zurück­ge­stutzt.

Wir von BPW haben ja sozusagen die Kür zum Thema.

Ein Club für berufs­tä­tige Frauen, das klingt ja einfach. Unsere Schwer­punkte sind per se nicht „schwierig.“ Das wirklich Schwie­rige machen die vielen anderen. Schwan­ger­schafts­kon­flikte, Karenz ohne weitere Karriere, Gewalt an Frauen und Kindern, Lesben­be­ra­tung, und, und, und.

Was waren die Gedanken bei uns am Stand?

Zuerst Staunen und Fragen, denn die wenigsten kannten uns, haben je vom Club gehört. „Echt, 20 Jahre gibt es Euch, wusste ich gar nicht“. „BPW – nie gehört, was macht Ihr da?“ „Macht Ihr auch was Konkretes ausser Euch treffen?“ „Welche Voraus­set­zungen muss ich erfüllen, um kommen zu können?“ „Wie lange dauert so ein Abend, wo macht Ihr das?“ „Wenn ich mal kommen sollte, was habe ich denn davon?“

Klingt ganz gut, ich wüsste jetzt mal nicht, wo ich die Zeit dafür hätte!“ „Könnte ganz gut sein, aber ich habe selbst so viele Termine.“ „Ich arbeite den ganzen Tag, ich mach‘ abends fast nix mehr!“ „Wäre das auch für Jüngere inter­es­sant?“ „Ich denk schon an meine Pension, ich brauch‘ da keine Aufre­gungen mehr, ich mache so schon genug!“….

Wer waren die Frauen, die den Weg ins Landhaus absicht­lich gefunden hatten?

Was wir gesehen/gehört haben: Nur sehr wenige waren unter 35 Jahren. Die meisten Frauen waren genau jene, die das Thema schon immer, lange oder zumin­dest länger verfolgen. Frauen, die sehr inter­es­siert und besorgt sind, weil nichts wirklich weiter geht. Frauen, die überwie­gend gut infor­miert und selbst engagiert sind. Frauen, die Töchter haben und von vorne erleben, dass „Karrie­rewil­lig­keit“ und gute Ausbil­dungen einfach nicht reichen. Frauen die neugierig waren, die sich die Zeit genommen haben, sich dort zu infor­mieren oder auch den unter­hal­tenden Aspekt mit einigen Programm­punkten einfach geniessen wollten.

Einige von den Frauen an diesem Nachmittag kannte ich, kenne ich auch schon länger, doch seit ich selbst nicht mehr im Sozialen Bereich direkt tätig bin, haben sich die Verbin­dungen teilweise komplett aufge­löst. Das Netzwerk für Frauen ist insge­samt auch gewachsen, da gibt es neue Ansprech­part­ne­rinnen und unsere Wege kreuzen sich nicht mehr.

Und genau hier möchte ich einen Gedan­ken­sprung zu unserem Club machen:

Hier stehen Frauen in grosser Zahl dem Alltags­phä­nomen „Frauen 2019“ mit allen Facetten gegen­über. Die Mitar­bei­te­rinnen dieser Vereine, Insti­tu­tionen, Beratungs­stellen, ob AMS oder Katho­li­sche Kirche, ÖGB oder Amazone kennen uns überwie­gend nicht, wir haben da kaum/keine Kontakt­part­ne­rinnen. 

Wären wir als Club, als Clubfrauen ein inter­es­santer Bonus im Leben für Sie?

Unser Club ist ein Club mit einer Botschaft, top aktuell. Ich finde tatsäch­lich, dass wir hier sogar eine Lücke schliessen könnten. Unter Frauen sein. Die eigene Berufs­tä­tig­keit, die Karriere, das Leben als Frau in einer patri­ar­chalen Berufs-Gesell­schaft ist unsere Ausgangs­basis. Die Stolper­themen auch 2019: Der Mythos der Vergan­gen­heit, wie Frauen zu sein haben und die Wege für Selbst­be­stim­mung und persön­liche Entwick­lung inmitten struk­tu­reller Problem­felder, die wenig verän­dert sind.

Genau das hat die Frauen gestern in das Landhaus gebracht. Zwischen Ernüch­te­rung und Hoffnung auf bessere Bedin­gungen darüber reden zu können, sich zu versam­meln, sich zu treffen und sich neu zu infor­mieren.

Equal Pay Day“ — daran glaubt nicht eine von den Frauen, mit denen ich gespro­chen habe!

Karriere — klingt gut, ich weiss nicht wie andere Frauen das mit Kindern schaffen, bin nur ich so blöd?“ war die Frage einer Besucherin, die sich danach sehnt, Zeit für sich zu finden um über ihre Ziele nachdenken zu können.

Die Mitar­bei­terin einer Beratungs­stelle erzählte, wie kompli­ziert die Vermitt­lung von Gleich­stel­lung für Männer und Frauen in Betrieben ist.

Eine Besucherin berich­tete darüber, wie grosse Unter­nehmen nach wie vor „Old Boys“ stützen und es keine Lohntrans­pa­renz gibt.

Wir haben Clubpo­ten­tial! Wir bieten aktuelle Themen, eine entspannte und gleich­zeitig engagierte Atmosphäre.

BPW ist keine Vergan­gen­heits­idee; Business + Profes­sional + Women – das ist total „in!“ Klar ist, nicht alle Frauen passen zu uns, und umgedreht. Es ist wie bei der Heraus­ar­bei­tung eines sogenannten „Avatars, hier einer „Avatarin.“ Können wir heraus finden, was uns mit Inter­es­sierten verbindet? Ja, das können wir. 

Es gibt den Wunsch vieler Frauen nach Raum und Zeit, nach Anerken­nung und Netzwerk. Bieten wir ihnen das. Und zwar schon lange vor einem ersten Besuch.

Frauen sind d i e Kommu­ni­ka­to­rinnen!

Sprechen wir über unseren BPW Club und auch darüber, warum wir BPWs sind! Was war die Gründungs­idee? Was ist unser heutiges Anliegen? Warum treffen wir uns? Was hat BPW mit mir persön­lich zu tun? Warum bin ich dabei und gehe zum Clubabend, zum Lunch, besuche BPWs in anderen Städten? Was habe ich davon?

Was habe ich davon“ – eine sehr entschei­dende Frage.

Das war gestern, am Frauen-Info-Fest deutlich von denen zu vernehmen, mit denen wir sprachen. Frauen haben Mehrfach­be­las­tungen, viel Verant­wor­tung für Kinder und Familie, machen Weiter­bil­dungen, suchen das für sie Richtige.

Ihre wertvolle Zeit möchten sie „gewinn­brin­gend“ in einen Club, einen Verein, ein Hobby, eine weitere Aufgabe inves­tieren.

Juliana, Margit und ich vertraten gestern BPW. 3 grund­ver­schie­dene Frauen. Ein Club.

Wir als Club und Mitglieds­frauen können genau diese Mischung aus Unter­hal­tung, Kultur, Engage­ment und Netzwerk fürein­ander lebendig gestalten.

Der Inter­na­tio­nale Weltfrau­entag ist ein Signaltag. Daran anknüpfen, weiter­ma­chen, erzählen, netzwerken.

Details

Datum:
8. März 2019
Veranstaltungskategorie:

Veranstaltungsort

Landhaus Bregenz
Römerstraße 15
Bregenz, 6900 Österreich
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Veranstalter

Land Vorarl­berg